Bach und Meer

Unter dem Titel „Bach und Meer“ hatte die neuapostolische Kirchengemeinde Rockendorf anlässlich der „Langen Nacht der Hausmusik“ zu einem Konzert geladen.

Der vom Verein „Thüringer Bachwochen e.V.“ ins Leben gerufene Abend findet traditionell am Vorabend der Eröffnung der Thüringer Bachwochen statt. Mit den Bachwochen wird dem Wirken des berühmten Komponisten Johann Sebastian Bach besondere Würdigung zuteil, und in Konzerten und anderen Veranstaltungen wird an sein Wirken erinnert.

Mit der „Langen Nacht der Hausmusik“ sind die Thüringer aufgerufen, als „Bachs lebendige Heimat“ zu zeigen, wie der große Komponist bei ihnen gegenwärtig „zu Hause“ ist. Freiwillig und ohne Eintrittsgelder laden professionelle Musiker und Amateure zu privaten Konzerten in Häuser und Wohnungen ein. Auch Kirchen und Konzertsäle sind aufgerufen, teilzunehmen.

Nachdem sich in den letzten Jahren bereits die neuapostolischen Gemeinden Gotha und Gräfenroda beteiligt hatten, fand eine „Lange Nacht der Hausmusik“ dieses Jahr neben Gotha auch in den Gemeinden Weimar, Ilmenau und Rockendorf statt.

In Rockendorf gestalteten Instrumentalisten der Musikschule Pößneck und der Gemeindechor der Neuapostolischen Kirche einen gelungenen Abend voller Musik. Beginnend mit dem Krebskanon aus Bachs „Musikalisches Opfer“ setzte sich das Programm aus traditionellen und modernen Musikwerken zusammen. Dieser erste Kanon, der vorwärts wie auch rückwärts gespielt wird, erklärte zugleich das Wortspiel im Titel der Veranstaltung. Doch nicht nur das Meer war gemeint, denn es waren auch Werke anderer Komponisten zu hören. Neben Orgel und Klavier wurden die Werke vorrangig mit Holzblasinstrumenten vorgetragen. Darunter auch die Kadanza des niederländischen Komponisten W. Wander van Nieuwkerk, Duette von Ludwig Wiedemann und Stücke von Daniel Hellbach.

Die klassischen Werke von Bach bildeten den roten Faden im Programm. Chorlieder wie „Unser Mund kann froh lobsingen“ oder „Gott ist und bleibt getreu“ wurden vom Gemeindechor bzw. Frauenchor vorgetragen.

Von Gänsehaut bis hin zu Schmunzeln und freudigem Lachen reichten die Emotionen im Publikum, welches mit ins Konzert einbezogen wurde. Gleich bei zwei Liedern war es aufgerufen mitzusingen, bei dem Kanon „Hört ihr, wie das Echo schallt?“ und – als krönender Abschluss der Veranstaltung – „Nun danket alle Gott“ in Begleitung aller Instrumente. Der Applaus der über 60 Anwesenden zu allen Vorträgen war eine würdige Anerkennung für Instrumentalisten und Sänger.

Zum Abschied bekam jeder Zuhörer noch ein Bonbon mit auf den Weg, zusammen mit einem Zitat von Max Reger: „Bach ist Anfang und Ende aller Musik.“

A.S., Fotos von M.S. und S.F.