Apostel Wosnitzka besucht die Gemeinde

Gleich zwei Besonderheiten hatte der Besuch des Apostels: Eine Heilige Versiegelung und eine In­ruhesetzung.

Der Gottesdienst stand unter dem Bibelwort Johannes 14, 2-3:

„In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen. Wenn's nicht so wäre, hätte ich dann zu euch gesagt: Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten? Und wenn ich hingehe, euch die Stätte zu bereiten, will ich wiederkommen und euch zu mir nehmen, damit ihr seid, wo ich bin.“

Das Bild vom Vaterhaus macht deutlich, so Apostel Wosnitzka, dass Gott allen Menschen helfen will, in seinem Reich ist für jeden Platz. Es liegt an jedem Einzelnen selbst, ob er eine Wohnung im Vaterhaus beziehen möchte. Jeder muss sich entscheiden und sich selbst fragen, was in seinem Leben an erster Stelle steht. Wenn man sein Leben auf den Herrn ausrichtet, so bleibt auch noch Platz für Persönliches.

Im Vaterhaus dominiert das Wesen Jesu. Wir müssen in dieses Wesen hineinwachsen. Dort, wo wir dies ernsthaft versuchen, schenkt Gott Gnade dazu. Wie war Jesus?

  • Jesus war immer entschlossen, den Willen des Vaters zu tun. Damit legte er für uns den Weg zum Vaterhaus. Wie sieht es mit unserer Bereitschaft aus, den Willen Gottes zu erfahren und zu tun? Heute fragt man selten nach dem Willen Gottes, man möchte den eigenen Willen tun. Wir wollen gemäß dem Willen Gottes handeln, auch wenn wir ihn manchmal nicht verstehen können.
  • Jesus widerstand der Sünde. Der Teufel hat es fertiggebracht, die Sünde salonfähig zu machen. Die Grenzen sind damit verschwommen geworden. Begegnen wir entschlossen der Sünde mit den Worten Jesu: „Satan, tritt hinter mich.“
  • Jesus wandte sich den Bedürftigen zu. Er verurteilte nicht die Ehebrecherin vor ihren Anklägern. Heute ist man schnell dabei, jemand zu verurteilen und in die Ecke zu stellen.

Es liegt an uns, die Heilsbotschaft von den Wohnungen im Vaterhaus in unser Umfeld hinauszutragen. Abschließend sagte der Apostel: „Ich freue mich auf die Wohnung im Hause des Vaters. Lasst uns immer darum beten, dass eine davon für einen jeden von uns und für viele andere Menschen reserviert ist.“

Bezirksältester Standke zeigte im Mitdienen die Schwierigkeiten zwischen Theorie und Praxis auf und betonte, wie wichtig Entschlossenheit ist. Jesus ging nicht den Weg des geringsten Widerstandes, den wir als Menschen oft bevorzugen. Damit ist er uns zum großen Vorbild geworden.

Vor der Feier des Heiligen Abendmahls erfolgte die Heilige Versiegelung eines Kindes. Einleitend wurde das Musikstück „A clare benediction“ von John Rutter vorgetragen, mit einer Lesung der deutschen Übersetzung:

„Möge Gott dir seine Barmherzigkeit schenken, möge das Licht seiner Gegenwart dich führen. Möge er dich beschützen und dir helfen. Möge sein Geist dich immer begleiten.Wenn du schläfst, mögen Engel über dir wachen, und wenn du wach bist, möge er dich mit seiner Gnade erfüllen. Mögest du ihn alle Tage lieben und ihm dienen. Dann wirst du ihn im Himmel von Angesicht zu Angesicht sehen.“

Zum Ende des Gottesdienstes rief Apostel Wosnitzka den Diakon Herold Hager zum Altar. Nach 28-jähriger Amtstätigkeit verabschiedete ihn der Apostel in den Ruhestand. Er gab einen kurzen Rückblick auf das gläubige Dienen des Diakons in verschiedenen Gemeinden. „Sie sind immer die gute Seele aus Altenbeuthen gewesen“, zitierte der Apostel den Gemeindevorsteher und fügte noch eine Bitte hinzu: „Bleiben Sie das auch!“

Text: M.S., A.S. Fotos: A.S.