Ökumenische Gebetswochen

Im Januar findet traditionell die "Allianz-Gebetswoche“ und im Anschluss die "Ökumenische Gebetswoche für die Einheit der Christen“ statt. Unter dem Motto "Versöhnung - die Liebe Christi drängt uns" vereinten in Pößneck und Umgebung erstmalig die Ökumenischen Gebetswochen beide Veranstaltungsreihen. Beteiligt haben sich Christen der evangelischen und katholischen Gemeinden, die Landeskirchliche Gemeinschaft, Mitglieder des christlichen Vereins "Mittendrin e.V.“ sowie erstmals auch die Neuapostolische Kirchengemeinde Rockendorf.

Mit verschiedenen Veranstaltungen wurden diese Gebetsinitiativen von den Gemeinden gestaltet. Den Auftakt bildete am 8. Januar ein Gebetsabend in der Landeskirchlichen Gemeinschaft. Mit Bibellesungen und gemeinsam gesungenen Liedern konnten sich die Anwesenden auf die kommenden Begegnungen einstimmen. Erste Bekanntschaften und Gespräche zwischen den Besuchern haben sich ergeben. In der darauffolgenden Woche fanden im evangelischen Gemeindesaal Pößneck und im neuapostolischen Gemeindezentrum Rockendorf verschiedene Gebetsandachten statt. (zum Bericht Gebetsandacht in Rockendorf)
 

Vielfalt und Einheit

Einer der gemeinsam von allen Konfessionen vorbereiteten Höhepunkte war ein ökumenischer Gottesdienst am Sonntag, dem 15. Januar. Hier zeigte sich die Vielfalt der Gaben in den christlichen Gemeinschaften, aber auch das Einssein im Hinblick auf das Zentrum des Glaubens: Jesus Christus. Der Gottesdienst begann mit Einleitung und Gebet durch Christen des "Mittendrin e.V.". Anschließend moderierte Glaubensschwester Kruwinnus im Gottesdienst einen Teil, den die neuapostolische Kirchengemeinde durchführte. Durch kurze Erläuterungen zeigte sie die Glaubensgrundlagen und Ziele der Neuapostolischen Kirche auf. Mit "Dona nobis pacem“, vorgetragen von Instrumentalisten der Gemeinde, wurden danach die Teilnehmer musikalisch zum Gebet aufgefordert. Nach der Predigt von Pfarrer Reichmann aus der evangelischen Gemeinde kam es zum gemeinsamen ökumenischen Gebet der Vertreter aller beteiligten Gemeinden. Abschluss des Gottesdienstes bildete das Lied "Nun danket alle Gott“. Hier vereinigten sich die Sänger der anwesenden Chöre zu einem klangstarken Gesang.

Die zweite Woche wurde mit Gebetsabenden im "Mittendrin e.V.“ und durch die Katholische Gemeinde gestaltet.


Einflüsse des Christentums auf die Pößnecker Stadtgeschichte

Für den 21. Januar war noch einmal ein gemeinsamer Höhepunkt geplant: Im neuen "Museum642" in Pößneck hatten sich alle Konfessionen an einem Gebetsrundgang beteiligt. Dieser umfasste verschiedene Stationen. Die Neuapostolische Kirche bildete mit dem Thema "Glockenguss in Pößneck“ den Abschluss. Hier konnte man erfahren, dass die Glocken des renovierten Französischen Doms zu Berlin im Jahr 1986 in Pößneck gegossen wurden. Das Glockengeläut wurde für die Besucher hörbar gemacht, und Kurzgeschichte über das Glockengießen in Pößneck zum besten gegeben. Mit einer Bibellesung aus Psalm 150 und dem im Quartett vorgetragenen Lied "Ich will den Herren loben alle Zeit“ wurden die Besucher des Rundgangs zu einem Gebet - gesprochen von Gemeindeevangelist R. Franz - eingeladen.
 

Lobpreisabend - Gott mit Musik loben und preisen

Den Abschluss der beiden Wochen bildete ein Lobpreisabend in der Landeskirchlichen Gemeinschaft. Hier zeigten Jugendliche mit neuer christlicher Musik, dass Lobpreis und Anbetung Gottes auch in unserer modernen Zeit nichts an Freude und Aktualität verloren haben. Mit angenehmen Gesprächen und ein wenig Wehmut im Herzen klang dieser Abend aus, hatte man sich doch in den vergangenen zwei Wochen miteinander gefreut, gesungen und gebetet. Manche Verbindung wurde wieder neu belebt, neue Kontakte entstanden. So zeigten diese beiden Wochen, dass ein gemeinsamer Glaube und das Bekenntnis zu Jesus Christus auch im Jahr 2017 miteinander verbinden und trotz Unterschieden zusammenführen.
 

Lesen Sie gern auch den Bericht "Gemeinsam glauben - miteinander Handeln" auf den Seiten des "Mittendrin e.V."