Fokus ausrichten ohne Fluchtgedanken

Den Fokus auf die wichtigen Dinge des Lebens zu richten, ist nie zum Schaden. Anhand der Worte des Propheten Asaf  in einem seiner Psalmen erklärte Bezirksapostelhelfer Helge Mutschler, was dabei wichtig ist und was zu Fluchtgedanken aus der Nähe Gottes führen kann. 

In der Gemeinde Saalfeld diente der Bezirksapostelhelfer Helge Mutschler am zweiten Februarsonntag zu den Worten Asaf´s aus dem Psalm 73. In dem bekannten Text wird beschrieben, wie der Psalmschreiber trotz seines Glaubens fast gestrauchelt wäre, wenn er sah, wie es den Gottlosen und Frevlern so gut geht.  In unsicheren Zeiten möge jeder persönlich und jede Gemeinde den Fokus auf die Wiederkunft Christi und die Würdigkeit für das Erreichen des Glaubenszieles legen. Es soll jedem bewusst sein: „Der Herr kommt und dann wird alles gut sein!“

Der Psalmdichter betont, dass Gott dennoch Trost für sein auserwähltes Volk ist und erinnert gleichzeitig daran, dafür um ein reines Herz zu kämpfen. Diejenigen suchen in jeder Situation im Leben die Nähe Gottes und sie folgen dem Willen Gottes. Hier ist auch eine Parallele zu den Seligpreisungen in der bekannten Bergpredigt zu finden. „Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen“ (Matth. 5, Vers 8). Asaf hatte eine feste Glaubensüberzeugung und konnte damit die aufkommenden Fluchtgedanken aus der Nähe Gottes bei Seite schieben, die sich im Zweifel und scheinbarer Ungerechtigkeit Gottes bei ihm begründeten. Damit konnte er auch die aufkommende Frage positiv beantworten, ob alles Bisherige umsonst gewesen sei. Verständlich ist, als er beobachtete, wie es den Gottlosen so gut ging, sie erfolgreich und mächtig waren, bei ihm Frust breit machte. Das begründet auch zeitweilige Fluchtgedanken aus der Nachfolge zu Gott.

„Dennoch“ sagte sich Asaf, bin ich voller Zuversicht, bin ich überzeugt, dass die Botschaften Gottes, sein Trost, sein Rat und das Festhalten an den Zukunftsverheißungen allen Zweifeln und Widerwärtigkeiten gegenüber ein sicherer Halt ist. Darauf gilt es, seinen Fokus auszurichten. 

In einem Predigtbeitrag betonte Apostel Ralph Wittich, dass diese Worte höchste Aktualität haben.  Die Aussage des Psalmisten ist keine Trotzreaktion sondern kennzeichnet seine Überzeugung. Er war nicht orientierungslos. Solche Standhaftigkeit im Auf und Ab des Lebens gewährleistet, dass in jeder Lebenssituation das Glaubensziel nicht aus dem Fokus gerät.   

Der Bezirksvorsteher Stefan Standke betonte die Zusagen Gottes, die er in den Worten zusammenfasste: Gott hält dich!  Das ist kein billiger Trost sondern Ausdruck seine Güte und Liebe.

Mit verschiedenen instrumentalen und solistischen Beiträgen sowie Chorgesang wurde dieser Gottesdienst musikalisch gestaltet.