Gottes Liebe kam auf die Erde

Ein Gottesdienst außer der Reihe, aber der Höhepunkt in jedem Jahr. Der Weihnachtsgottesdienst in Rockendorf war wieder ein besonderes Erlebnis, reich gefüllt mit Freude und Musik-

Bereits seit einigen Jahren ist der Weihnachtsgottesdienst in Rockendorf stark musikalisch geprägt und so besonders stimmungsvoll gestaltet. Auch in diesem Jahr erfreuten Chor und Kinder die Gemeinde mit Weihnachtsliedern, die auch vor und nach dem Gottesdienst gesungen wurden.

Der Gottesdienst selbst hatte die Bibelstelle Philipper 2, 5–7 als Grundlage – eine Aufforderung, die demütige Haltung Jesu als eigenes Vorbild für die Gemeinschaft der Christen zu nehmen.

In seiner Predigt sprach Evangelist Franz vom Erwidern der Liebe Gottes. Zu wahrer Liebe gehören mindestens zwei, sonst könne sie nicht tragfähig sein. Der Vorsteher erklärte, dass es nicht ausreiche, „nur schöne Worte“ zu machen – es bedürfe auch des Tuns. Er rief auf, am Nächsten zu zeigen, „was Gott uns lieb und wert ist“.

Auch ermutigte der Gemeindeevangelist, Gott zu vertrauen und für seine Hilfe dankbar zu sein. Der menschliche Stolz hindere uns manchmal, Gottes Willen anzunehmen. Auch Maria und Josef hatten Sorge und waren verzweifelt. Gott hätte eine Herberge reservieren können – Menschen, die die Tür öffnen. Für uns wäre dies wohl das menschliche Ideal eines umsorgenden Vaters gewesen. Doch Gott hat es wohl gemacht.

Priester Möller und Diakon Tröger lieferten weitere Impulse zum Bibelwort. Der Diakon sprach noch einmal das Jahresmotto 2025 an: „Es ist Zeit, Gutes zu tun.“ Die Triebkraft dafür sei die Liebe; es solle kein Tauschgeschäft sein, wofür wir etwas zurückerwarten.

Der Priester appellierte daran, den Nächsten gut zu behandeln und nicht vorschnell nach dem Äußeren zu urteilen. Auch eine Entschuldigung tut nicht weh. „Das ist das Maß, was Gott anlegt. Wir möchten es versuchen umzusetzen.“

Für den Vorsteher war dieser Gottesdienst bereits der Jahresabschluss, was er zum Anlass nahm, besondere Dankesworte an die Gemeinde zu richten.

Mit einer festlichen Strophe „O du fröhliche“ war der eigentliche Gottesdienst beendet. Weihnachtsgeschenke bekamen danach nicht nur die Kinder, die sich jetzt auf einen Ausflug in die Drachenhöhle nach Syrau freuen. Für alle Anwesenden hatten viele Helfer ein kleines Weihnachtspräsent vorbereitet.

Eine schöne Mischung aus feierlichen und fröhlichen Weihnachtsliedern folgte und rundete mit einem gemeinsamen „Stille Nacht“ das diesjährige Weihnachtsfest ab.