Gott ist treu

…so lautet das Motto der diesjährigen Ökumenischen Gebetswochen.

Auch in diesem Jahr durften wir wieder Gastgeber innerhalb dieser Veranstaltungsreihe sein. Traditionell versammelten sich am Mittwoch, den 14.01.2026, gut 40 Schwestern und Brüder aus Gemeinden unterschiedlicher Konfessionen der Umgebung, um gemeinsam zu beten, Gottes Wort zu erleben und den verbindenden Geist Gottes zu verspüren.

Der Abend stand speziell unter dem Thema: „Gott ist treu – wir beten gemeinsam für seine Welt.“

Nach der Begrüßung durch Gemeindeevangelist und Vorsteher Ralf Franz und einem Gebet durch Pr. i.R. Krüger sang die versammelte Gemeinde das Lied „Betgemeinde, heil'ge dich.“

Mit einer kurzen Einleitung zum Thema des Abends – vorgetragen wurden Auszüge aus den Impulsgedanken des Magazins der Evangelischen Allianz – stimmte der Vorsteher die Teilnehmer auf einen spannenden Vortrag eines Jugendlichen unserer Gemeinde ein.

Samuel war vor einiger Zeit für ca. 13 Monate in Australien und Südostasien unterwegs. Seine Eindrücke, die erlebte Gemeinschaft mit Christen unterschiedlicher Konfessionen, Freundschaften mit Schwestern und Brüdern in der Ferne, Sehnsüchte und das Erleben von Gottes Führung haben diesen Vortrag zu einem besonderen Erlebnis für alle Zuhörer gemacht. Anschaulich und mit emotionalen Einblicken hat Samuel seine Eindrücke geschildert und somit die Teilnehmer des Abends mit auf die Reise genommen. Er schilderte auch seine Entwicklung des persönlichen Glaubens, seine Freude und die großartige Begleitung Gottes auf seiner Reise. Aber auch die Schönheit der natürlichen Schöpfung, Wunder der Kraft Gottes und spannende Erlebnisse mit Action, wie zum Beispiel Fallschirmspringen, Tauchen im Ozean oder Wasserfälle zu bezwingen, waren Ausdruck jugendlicher Begeisterung und haben die Zuhörer ergriffen und erstaunt.

Zum Abschluss seines Vortrages betete Samuel zweisprachig, in Englisch und Deutsch, für die Christen dieser Welt, die Menschen auf allen Erdteilen und den Frieden auf unserer Erde. Mit spontanem Beifall bekundeten die Zuhörer ihre Begeisterung und waren beeindruckt von der Tiefe der Emotionen und der Freude, die Samuel in seinem Vortrag erweckt hat. So war Rockendorf an diesem Abend auch global und ein wenig international unterwegs.

Da kam es gut an, dass das nächste gemeinsame Lied „Wie schön ist’s doch, wenn im Gebet“ den Bogen spannte zu einem zweiten Höhepunkt des Abends.

Nach kurzen Gedanken und Ausführungen aus unserem Katechismus zum Thema „Gebet“, mit den vier Säulen – „Anbetung, Dank, Bitten und Fürbitten“ –, erging die Aufforderung an alle Teilnehmer, sich Gedanken zu machen, wofür man ganz persönlich an diesem Abend beten möchte, um so gemeinsam für Gottes Welt einzutreten.

Dazu diente ein (entschmückter) Weihnachtsbaum als „Gebetsbaum“. Jeder Teilnehmer erhielt einen Zettel mit dem Bild der Erde und konnte seine Gedanken und Wünsche auf der Rückseite niederschreiben. Wer wollte, konnte dann diese persönlichen Gedanken und Gebetswünsche an den Baum hängen und sie vortragen und zu Gehör bringen. Es entstanden dabei sehr bewegende und tiefgehende Momente, als die einzelnen Gebete und Wünsche für Gottes Schöpfung vorgestellt wurden. Der Gebetsbaum zeigte nun viele Gedanken, kurze Gebete und persönliche Wünsche, sodass er dann doch wieder festlich und emotional geschmückt zu erleben war.

Sichtlich bewegt und ergriffen betete der Vorsteher das Abschlussgebet, bat für alle Schwestern und Brüder der versammelten Gemeinden um Gottes Segen und Bewahrung und leitete über in das Gebet des Herrn Jesu, das die versammelte Gemeinde nun miteinander betete.

Nach einem Schlusssegen sang die Gemeinde aus dem Lied „Der Tag, mein Gott, ist nun vergangen“. Mit großer Bewegung und innerer Ruhe, aber auch spürbarer Freude über das Erlebte und die wieder wohltuende Gemeinschaft ging der Abend beim abschließenden Imbiss mit vielen Gesprächen und gutem Essen zu Ende.