Ostern 2026

Zwischen Trauer und Freude - beides trifft zu, und wir können wählen. Eine Perspektive, die Mut macht, den eigenen Weg bewusst im Vertrauen auf Gott zu gehen.

Karfreitag

Nach allem Leid verschied Jesus schließlich am Kreuz – so las es der neue Diakon der Gemeinde am Karfreitag vor. Der Vorsteher, Evangelist Franz, machte die Leiden Jesu mit Hinweis auf die Nägel unter dem Kreuz des Altarschmucks deutlich. 

Jesus heilte Kranke, erweckte sogar Tote, doch nun war er selbst zum Sterben verurteilt, und alle erwarteten ein Wunder. Doch er brachte das Opfer am Kreuz - für alle. Manchmal sind auch wir enttäuscht und verbittert. Auch Jesus Christus hat wirklich gelitten und gerungen wie wir, und dennoch die Kraft bekommen, am Ende zu sagen: "Es ist vollbracht." Der Vorsteher machte deutlich, dass Jesus uns dabei kein Vorbild im Sinne eines Märtyrertums sein soll, sondern uns Mut schenkt und uns in unseren Nöten nahe ist.

Auf den langwierigen Bauprozess einer Brücke in der Umgebung kam Priester Scheffel zu sprechen. Nach vielen Jahren wird es auch dort nur noch darauf ankommen, dass man sagt "es ist vollbracht". 
 

Ostern - Auferstehung

Im Gottesdienst am Sonntag stand zunächst die die tiefe Trauer bei Maria und den Jüngern im Blick. Da war Hoffnungslosigkeit, Angst, Verzweiflung. Selbst die Nachricht der Auferstehung glaubten sie zunächst nicht, doch sie brachte schließlich Freude und Zuversicht. Die Sorgen bestanden weiterhin, doch Jesu Erscheinen brachte Stärkung und Hoffnung im Glauben an seine Wiederkunft und eine gemeinsame Zukunft bei Gott.

Auch heute nehmen wir Kraft aus der Osterbotschaft, und können Anfechtungen und Sorgen im Glauben an Jesus tragen. Evangelist Franz sprach von der "inneren Freude“, die uns bestätigt: Jesus ist mit mir! Die Amtsträger bekräftigten es in ihren Predigten: Gott stärkt uns immer wieder. Wenn wir ihn suchen, dann wird er uns lenken und beistehen.

Beide Gottesdienste waren geschmückt mit emotionalen Chorbeiträgen. Die Osterfreude wurde vom Gesang der Kinder mit dem österlichen "Wir wollen alle fröhlich sein" hervorgehoben. Nicht nur sie bekamen einen kleinen Applaus für ihren Beitrag – das beeindruckende "Er ist wahrhaftig auferstanden" des Gemeindechores am Ende des Ostergottesdienstes forderte ebenso spontane Wertschätzung.